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Lage Bearbeiten

Niedernfels liegt westlich von Marquartstein in einem Talkessel eingebettet. Besonders durch den Wildpark und den Märchenpark ist der Ortsteil bei Touristen bekannt, aber auch die Sommerrodelbahn und der Sessellift zur Hochplatte sind touristische Anziehungspunkte. Von dem 580 Meter über NN gelgenen Ortsteile Marquartsteins aus, hat man einen Blick auf Grassau und die, den Ort umgebenden Berge.



Ortsbeschreibung Bearbeiten

Der Ort grenzt direkt an den benachbarten Marquartsteiner Gemeindeteil Piesenhausen. Beiden Dörfer haben besonders im Sommer einen ruhigen, beschaulichen und dörflichen Charakter. Es gibt einige Pensionen und Gästehäuser, sowie große Bauernhöfe, die an der kleinen Dorfstraße gelegen sind. Kaum bekannt ist die Sehenswürdigkeit des 350 Einwohner Ortes Niedernfels, sein Schloss, das leider nicht besichtigt werden kann.



Sehenswürdigkeiten Bearbeiten

Schloss Niedernfels Bearbeiten

Nieder11

Schloss Niedernfels von außen

Unterhalb des Hochplattenmassivs liegt das große, vierstöckige Schloss mit den zwei achteckigen Türmchen. Die Zinnen am Schloss kamen später hinzu. Der heutige Schlossbau wurde 1568 von Augustin von Aham erbaut, der mit einer Maria von Preysing verheiratet war. Das Renaissanceschlösschen umgibt ein großer Park. 1639 erwarb Rennerus von Fossa das Schloss, aus dieser Zeit stammt auch die, mit Rosetten verzierte, Holzdecke im 1. Obergeschoss. Die Schlosskapelle im zweiten Obergeschoss beherbergt eine etwa 80 cm hohe Maria mit Kind vom Anfang des 16. Jahrhunderts. Im Jahr 1799 (15.06.) wird das Schloss an Freiherr Anton von Speitl verkauft. Das Schloss wechselte auch in den folgenden Jahrhunderten oft seinen Besitzer (1934 im Besitz der Gemeinde Grassau) und wurde nach Ende des 2. Weltkriegs 1945 als Umsiedlerlager benutzt. Auch das Dasein als Fabrikgebäude (Medizinische Geräte - Belwe) blieb dem Schloss nicht erspart, bis es zu einem klösterlichen Mädcheninternat (1954) der Salesianerinnen wurde (nach Schenkung des Fabrikbesitzers Wilhelm Bauer am 13.9.54). Eine Schlosswirtschaft (Niedernfelser Keller) existierte lange Zeit und war der Überrest der schlosseigenen Brauerei.

Schon im Jahr 988 wird ein Adeliger und ein Herrensitz in Niedernfels erwähnt ("Wernherus de Velse"). Im Jahr 1163 kommt ein "Burchard von Velse" vor, der "Brixner" genannt wird.


Kapellen und Flurdenkmäler Bearbeiten

Im Führer über die Kirchen und Kapellen der Pfarrei Grassau wird in Niedernfels eine Kapelle, die dem Heiligen Nepomuk zu Ehren errichtet wurde, genannt. Dieser Bau stammt laut Kirchenführer aus dem 18. Jahrhundert (nach anderen Angaben von 1888). In der Kapelle, die von der Familie Oppacher errichtet wurde steht eine Statue des hl. Nepomuk, die aus dem 18. Jahrhundert stammt.

An der Straße zwischen Niedernfels und Grassau steht unter einer alten Lindengruppe, an der Stelle, an der die Straße von Pettendorf auf die Straße von Niedernfels trifft, eine alte Kapelle. Diese "Kapelle unter den sieben Linden" besitzt eine gute Kreuzigungsgruppe aus dem 17. Jahrhundert im Inneren.

Bei Piesenhausen (am Weg nach Grassau) steht ein steinernes Pestkreuz von 1634.


Zitat von ... Bearbeiten

Die beiden Marmorsteine am Schlossportal haben folgende Inschriften aufzuweisen: 1.Inschrift: "Augustin vo aham Maria vo preising sei hausfrau hab. dieses gschlos Erpaut 1568" 2.Inschrift: "Renerus von Fossa Zu Fortenegg vund Niedernfels Churf. Dchl. in Bayern Haubtmann und Anna Elisabeth geborne Freyin von Rorbach sein Confrau 1641"

Die erste Inschrift besagt, dass Augustin von Aham und seine Hausfrau Maria von Preysing dieses Schloss 1568 erbaut haben. Die zweite Inschrift sagt aus, dass ein Rennerus von Fossa zu Fortenegg und Niedernfels (kurfürstl. durchlaucht, Hauptmann in Bayern) mit seiner Ehefrau Anna Elisabeth, geborene Freysing von Rorbach 1641 das Schloss erwarben.


Chronik Bearbeiten

Am 9. Oktober 1926 wird der Trachtenverein Piesenhausen gegründet.

Am 24. November 1957 entscheiden sich die Gemeinden Niedernfels (mit 71 %), Piesenhausen (mit 88 %) und Pettendorf (mit 56 %) für die Umgemeindung. Bisher gehörten die drei Orte zu Grassau, nun entschiedet sich die Bevölkerung für die Zugehörigkeit zu Marquartstein.



Interessante Links Bearbeiten